Nachhaltigkeit, Nachverdichtung
Nachhaltigkeit im Denkmalschutz bedeutet für uns, den Bestand so zu ertüchtigen, dass er energetisch und funktional zukunftsfähig wird, ohne den historischen Charakter zu zerstören. Reparatur, regionale Materialien und Bauen im Lebenszyklus haben Vorrang vor Neubau. Wir denken das Thema also vom Bestand her: Erhalt geht vor Abriss, eine behutsame Weiterentwicklung geht vor einem Neubau auf der grünen Wiese. Unter Nachverdichtung verstehen wir auch eine maßvolle Ergänzung und bessere Nutzung des vorhandenen Ensembles, wie z. B. den Dachausbau, eine Umnutzung und sorgfältig eingepasste Neubauten, die sich in Maßstab und Gestaltung unterordnen und die denkmalgeschützte Substanz würdigen.
Unter Nachhaltigkeit verstehen wir die möglichst lange Erhaltung der vorhandenen Bausubstanz, um graue Energie zu nutzen und Material- sowie CO₂-Verbrauch im Vergleich zum Neubau möglichst gering zu halten. Nachhaltigkeit umfasst für uns ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte, also eine ressourcenschonende Instandsetzung, eine lebenszyklusorientierte Planung, den Einsatz regionaler und reparaturfähiger Materialien und somit die Schaffung eines Gesamtwerks kommende Generationen. Wie realisieren wir unsere Philosophie in der Praxis? Wie möchten reparieren statt austauschen, möglichst minimal in die historische Substanz eingreifen, die Energieeffizienz verbessern im Rahmen der denkmalrechtlichen Vorgaben und wir streben eine flexible Nutzung im Gesamtkonzept an, damit Gebäude nicht leer stehen.
Denkmalgeschützte Liegenschaften
Wir haben uns bewusst auf denkmalgeschützte Liegenschaften spezialisiert. Wir verbinden wirtschaftliches Denken mit einer werteorientierten, langfristigen Strategie und Haltung. Wir stellten den Erhalt von geschichtlicher Substanz und Baukultur in den Vordergrund. So entstehen durch unsere Identifikation mit Projekten Unikate mit Geschichte – statt austauschbarer Standardprodukte.
Ein zentraler Grundgedanke und unsere tiefe Einstellung ist Werterhalt statt kurzfristiger Profit. Im Zentrum steht die Idee, bestehende historische Substanz zu bewahren und aufzuwerten, anstatt sie durch maximal profitable gemachte Neubauten zu ersetzen. Mit einer langfristigen Perspektive werden Denkmalobjekte häufig als stabile und verlässliche Sachwerte mit längerem zeitlichen Horizont gesehen. Wir möchte wo immer es geht, nachhaltig vorgehen und den Bestand pflegen, was uns wichtiger ist als schnelle Rendite. Als Denkmalpfleger haben wir besonders aus der Sicht des Investors und Bauträgers eine kulturelle und gesellschaftliche Verantwortung und leisten einen Beitrag zum kulturellen Erbe. Die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude sichert die historische Identität von Stadt und Region, wo Menschen sein vielen Generationen leben.
So verstehen wir Gemeinwohlorientierung, dass Gebäude als „öffentliche Zeitzeugen“ für kommende Generationen erhalten bleiben sollen, auch wenn die behördlichen Auflagen und der Aufwand höher sind. Wir wissen und sind überzeugt, dass unsere Ausrichtung die Bereitschaft voraussetzt, mit strengen Denkmalschutzvorgaben, mehr Bürokratie und höheren Sanierungsanforderungen umzugehen. Wir akzeptieren die Gesamtkomplexität und behördliche Regulierungen. So haben wir über die Jahre Partnerschaften mit Behörden und Fachplanungen gebildet. Es gehört zu unserer Grundhaltung, Experten aus der Denkmalpflege sowie Restauratoren und Spezialplaner einzubinden. Gemeinsam suchen und finden wir Lösungen, die einerseits Schutzinteressen als auch Nutzungswünsche erfüllen. Werthaltiges Investieren verstehen wir als Synthese aus ökonomischen Zielen mit ideellen Motiven. Steuervorteile, Wertsteigerung und Schutz vor Inflation vereint mit Geschichtsbewusstsein und dem Wunsch nach Pflege des traditionellen Stadtbildes.
Sanierungsgebiete
Unser Ziel ist die Sicherung des kulturellen Erbes und der Authentizität, Die Energieeffizienz oder der Komfort werden nur so weit verbessert, wie es ohne spürbaren Substanzverlust möglich ist.
Als Investor oder Bauunternehmer im Denkmalschutz bewegen wir uns typischerweise zwischen den Extremen „maximaler Erhalt“ und „maximale wirtschaftliche Nutzung“. In unserer substanzorientierten Bewahrungsphilosophie hat der Erhalt möglichst großer Teile der originalen Bausubstanz, inklusive Patina und Gebrauchsspuren Vorrang. Eingriffe erfolgen nur bei zwingender statischer oder nutzungsbedingter Notwendigkeit. Bei identitätsstiftenden Gebäuden oder Arealen, in denen das Stadtbild als Gesamtensemble eine große Rolle spiel, gehen wir mit restauratorisch‑ rekonstruierendem Ansatz an das Vorhaben heran. Dabei stellen wir historische Zustände (typische Merkmale einer Epoche oder einer Bauphase) möglichst genau wieder her. Traditionelle Materialien und Techniken kommen zum Einsatz, teilweise auch Rekonstruktionen verlorener Bauteile.
Revitalisierungen
Unter Revitalisierungen verstehen wir die Erneuerung und strategische Neuausrichtung bereits bestehender Gebäude oder Areale, damit diese wieder aktuell und zeitgemäß, wirtschaftlich attraktiv und in der Nutzung zukunftsfähig werden. Es geht also über die Renovierung hinaus, weil es bedeutend größere und umfassendere Anstrengungen bedeutet, einer Immobilie wieder „neues Leben“ einzuhauchen.
Mit Engagement und Herzblut sehen wir mit Revitalisierung eine Möglichkeit, brachliegende oder veraltete Objekte in wertvolle, gut vermietbare oder verkäufliche Immobilien zu verwandeln. Mit der Revitalisierung nehmen wir zusätzlich die Marktposition, die Nutzung und die Gestaltung grundlegend in den Fokus. Im Gegensatz zur Renovierung oft wird häufig eine Entkernung notwendig, eine neue Raumaufteilung wird berücksichtigt und nicht zuletzt werden eine energetische Optimierung und ein neues Nutzungskonzept integriert. Das bedetet alles in allem einen deutlich größeren Eingriff in die Struktur und die Identität des Objektes. Last not least schreiben wir uns Nachhaltigkeit auf den Plan, weil vorhandene Bausubstanz weiter genutzt werden kann, ein Abriss meist vermieden werden kann.
Neubau, Nachhaltigkeit
Als Bauunternehmen mit Leidenschaft verbinden wir Neubau und Nachhaltigkeit mit dem Erhalt historischer Bausubstanz mit zukunftsorientiertem, ressourcenschonendem Bauen.
Unsere Kernidee ist, historische Gebäude als bereits vorhandene, praktisch eingebaute Ressourcen zu verstehen, deren Erhalt ökologisch sinnvoller ist als Abriss und vollständiger Neubau. Wir verstehen Neubau in dem Zusammenhang als behutsame Ergänzung zum Bestand. Das Neue soll den Charakter des traditionellen Ortes stärken.